Interaktive Monitorwand

Eine interaktive Installation für erinnerungsbezogene Aktivitäten in der Gruppe oder für einzelne Personen

Hintergrund

BewohnerInnen, die bei digitalen Angeboten selbst etwas tun und in Kontakt treten können, erleben sich als selbstwirksam.

Über die interaktive Monitorwand lässt sich ein breites Spektrum erinnerungsbezogener Anregungen und Aktivitäten in der Gruppe oder für eine einzelne Person umsetzen, die auf die Interessen der NutzerInnen abgestimmt sind.
Diese Anwendung kann das Erinnern in seiner gesamten Vielfalt und Breite ansprechen: von persönlichen Erinnerungen und den damit verbundenen Emotionen über spielerische Formen, die auf Erinnern setzen bis zu Angeboten, die Bewegung und damit das Körpergedächtnis einbeziehen.

Beschreibung

An einem geeigneten Ort wird eine großflächige Monitorwand installiert und insbesondere mit Blick auf das Thema Erinnerung bestückt.
Unterstützt werden die Präsentationen durch ein qualitativ hochwertiges Audio- System, so dass alle Inhalte auf zwei Sinneswegen (Bild und Ton) erfahrbar sind. Die Monitorwand kann sowohl im Stehen als auch im Sitzen genutzt werden.
Aufgrund der Größe und räumlichen Lage sind neben einer individuellen Nutzung auch Aktionen in der Gruppe möglich.
Die Angebote werden von einer Pflege- oder BetreuungsmitarbeiterIn begleitet. Durch eine einfache Berührung der Wand, eine Bewegung mit dem ganzen Körper im Raum, eine Geste mit dem Arm oder auch durch die Platzierung und Bewegung ausgewählter Gegenstände und Fotos kann inhaltsabhängig interagiert werden.

Inhaltlich wird die Monitorwand für verschiedene allgemeine Themen sowie für eine individuelle Erinnerungsarbeit genutzt. Im Folgenden nennen wir einige Beispiele.

Pausenbildschirme:

  • Aquarium: Im Grundzustand ist auf der Monitorwand beispielsweise ein Aquarium zu sehen, das durch Berührung manipuliert werden kann: Fische schwimmen bei Berührung schnell weg, Pflanzen bewegen sich usw.
  • Blumenwiese: Alternativ kann im Wechsel auch eine Blumenwiese mit Tieren wie Schmetterlingen und Marienkäfern gezeigt werden. Auch hier gibt es die Möglichkeit, mittels Berührung Veränderungen auszulösen.

Slideshow:

  • Fotoalbum („Fenster zum Leben“): Die im Rahmen einer Forschungsarbeit erstellten individuellen (digitalen) Fotoalben aus dem Marienhaus werden weiterentwickelt. Die Präsentation der Fotos erfolgt entweder über die gesamte Wand mit dem zugehörigen Text auf dem Bildschirm unten rechts, oder mit drei thematisch zusammenhängenden Bildern sowie Texten, verteilt auf die vier Bildschirme. Statt Bildern (Fotos) können auch Filme hinterlegt werden; über den Audiokanal lassen sich Musik oder O-Töne abspielen.
  • Familie/Heimat: Auf der Monitorwand werden Fotos von Bezugspersonen gezeigt. Begleitet durch eine Pflege- oder BetreuungsmitarbeiterIn können Personen aus einer Galerie, sowie deren Botschaften / Bilder / Videos in Form einer Slideshow ausgewählt und betrachtet werden. Über den Audiokanal können Musik oder Orginal-Töne eingespielt werden. Analog dazu können Fotos von individuell bedeutsamen Regionen und Orten ausgewählt und betrachtet werden.
  • Musik: Die Monitorwand kann auch als Jukebox genutzt werden. Passend zu einem vorgegebenen Zeitraum, einer Musikrichtung oder auch einem bestimmten Interpreten werden Musikvideos oder Bildsequenzen von Musikstücken abgespielt, die für die BewohnerInnen bedeutsam oder ihnen bekannt sind.
  • Spiele: Memory. Auf der Grundlage eines vereinfachten Memory Spiels werden Bilder paarweise verknüpft. Die Verknüpfung kann durch akustische Hinweise unterstützt und durch die Anzahl und die Gestaltung der Bilder an die Fähigkeiten der BewohnerInnen angepasst werden. Geeignete Lebensthemen für die Auswahl der Bilder sind Heimat oder Beruf, aber auch Reise und Werbung.
  • Eine einfache akustische Form des Memorys wird durch die Vervollständigung von Sprichwörtern ermöglicht. Die erste Hälfte des Sprichwortes wird mit Bildern unterlegt vorgesprochen. Die zweite Hälfte kann optional abgerufen werden.
  • Dalli-Klick: Bilder zu den Lebensthemen der BewohnerInnen werden stückchenweise sichtbar gemacht und regen zum Raten an.
  • Malen: Die BewohnerInnen malen mit einem echten Pinsel vor / auf der Monitorwand. Es entstehen Farben, Muster und Klänge die nach einer kleinen Weile sanft ausblenden.